Polternonnen, Hexenbrüder und das Büdelhus:

von Philipp Henkel (Kommentare: 0)

Hamburg im Mittelalter - ein Stadtrundgang

Da staunte die 7a nicht schlecht: Die Tradition des Hamburger Dom geht zurück auf mittelalterliche Feierlichkeiten im hamburger Mariendom, der im 11. Jahrhundert am Speersort/ Domstraße das zweitgrößte Gotteshaus Europas war. Da die Kirche oft leer stand, kamen hier die Menschen zusammen, um sich aufzuwärmen und an kleinen Buden zwischen den riesigen Säulen des Kirchenschiffs zu speisen und sich zu vergnügen. Dort wo heute die St. Jacobikirche an der Mönckebergstraße steht, war im Mittelalter das Armenviertel. Polternonnen - so nannte man die hilfsbereiten Frauen aus dem Convent, die über viel Wissen über Heilkräuter verfügten, halfen den Armen und besonders den Kindern. Herr Grünwald, ein Storyteller, der uns viele Geschichten aus dem Mittelalter erzählen konnte, führte uns durch die Altstadt und hatte viel Spannendes und Lustiges zu erzählen: Von der Hammaburg, die durch die Wilkinger niedergebrannt wurde, von der Hexenverfolgung, dem ersten Hafen, in dem die Arbeiter wie im Hamsterrad liefen um die Kräne zu bedienen, der Folter im Büdelhus und dem angenehmeren Leben in der Reichenstraße. Der besondere Stadtrundgang war wie eine kleine Zeitreise in das Leben des mittelalterlichen Hamburgs.

Christine Hinzmann

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