Pilotprojekt: Stadt - Land - Heimat

von Philipp Henkel (Kommentare: 0)

1. Jugend-Austausch Lübz-Hamburg

Was können wir tun, um den Frieden zu bewahren? Wie können wir uns mit der deutschen Geschichte aktiv auseinandersetzen und gleichzeitig einen Schritt in eine gemeinsame Zukunft tun?
Was denken und fühlen Jugendliche, die in einer kleinen Stadt im Osten Deutschlands groß werden?
Alle Schüler, die am Austausch Lübz - Hamburg teilgenommen haben, sind kreativ, spielerisch und lebenspraktisch aufeinander zugegangen - gemeinsame Foto- und Kunst-Workshops, Kochen im „do it yourself“-Verfahren, Großstadt-Safari - das hat Spaß gemacht findet auch unsere Nachwuchs-Journalistin Leyla aus der 9e (s.u.). Wie kam es überhaupt zu diesem Austausch?

Gegen Vorurteile, für mehr Diversität und Offenheit innerhalb Deutschlands - Eindrücke aus den Projekttagen in Lübz und Hamburg

Leyla, 9e

Die Klasse 9e lernt eine neue Kleinstadt kennen

Eine Idee die von verschiedenen Austauschen inspiriert wurde. Corona war jedoch nicht unbeteiligt an dieser Geschichte. Durch die Reglungen hatte die Klasse 9e eine begrenzte Auswahl an Angeboten. Die Schule ist schließlich bekannt für ihre vielen Schüleraustauschprojekte. Aus einem eigentlich kleinen Tages-Trip wurde eine kleine Reise, die schließlich zu neuen Freunden und zu neuen Einblicken in eine andere Stadt führte. Wie es dazu kam? Die Frage lässt sich leicht beantworten.

Als alles begann hatten wir noch keine Ahnung was da eigentlich alles auf uns zu kommen würde. Es fing alles damit an, dass unsere Lehrer uns mitteilten das wir eine etwas andere Stadt besuchen würden. Unwohl war uns dabei, doch waren wir auch neugierig. Der Name der Stadt war uns unbekannt und dadurch wurden wir natürlich skeptisch. Auf neue Abenteuer würden wir uns gerne einlassen, doch da stellen sich noch ein paar Fragen, wie das alles verlaufen wird. „Was sind das für Leute? Sind sie uns ähnlich? Was haben wir für Unterschiede und Gemeinsamkeiten?“ Die Reise war nah und die Neugier groß. Unsere Fahrt war nicht besonders lang und aufwändig. Die ersten Eindrücke, die wir auf der Hinfahrt machten, waren überraschend positiv. Die Felder und Wälder, an denen wir vorbeifuhren, waren schön und aufmunternd. Jede Stadt hat jedoch so seine Vor- und Nachteile und bei der war es nicht anders. 3 Stunden später kamen wir dann endlich am Lübzer-Bahnhof an und stiegen aus. Waren wir bereit dafür? Das war sicher. Doch waren sie es auch? 

Wir wurden am Bahnhof freundlich von drei Schülern aus unserer Austausch-Klasse empfangen und begrüßt. Sie halfen uns mit unserem Gepäck und zeigten uns den Weg zu ihrer Schule. Die Stadt sah friedlich und beruhigend aus. Sie war zwar nicht besonders groß und modern, doch war es ein schöner Platz, um Neues zu entdecken und herauszufinden. Die Schule sah so ähnlich wie ein Wohnhaus aus, doch war sie von innen fantastisch eingerichtet und perfekt zum Verstecken spielen geeignet. Wir haben dann schließlich zusammen gegessen und zu Beginn eine Stadtrally gemacht. Wir haben die Stadt ein wenig erkundet und auch ein paar negative Erfahrungen gemacht. Doch sowas gehört einfach dazu. Wir genossen das schöne Wetter und haben auf dem Schulhof der Schule zusammen Gemeinschaftsspiele gespielt. Durch die gemeinsame Zeit mit den Kindern aus unserer Austausch-Klasse haben wir sie besser kennen gelernt und gemerkt das wir uns eigentlich recht gut verstehen. Als sich der Tag dem Ende neigte sind wir in die Schule gegangen und haben unsere Schlafplätze vorbereitet. Die Schule breitet sich über drei Stockwerke aus und war perfekt, um sich drin zu verlaufen. Den restlichen Abend haben wir damit verbracht die Treppen hoch und runterzulaufen und gemeinsam Verstecken und Ticken zu spielen. Unsere Klassengemeinschaft ist dadurch enorm gewachsen und wir hatten richtig viel Spaß. Am Abend haben wir uns noch mit unseren Austauschschülern unterhalten und vieles Neues über diese kleine Stadt erfahren. Der Morgen brach schneller an als gedacht und das Frühstück stand bereits auf dem Tisch. Um die Klasse besser kennen zu lernen haben wir Geschicklichkeitsspiele und Kennlernspiele gespielt. Wir haben zusammen ein Malprojekt gestartete und hatten dadurch auch nochmal die Möglichkeit uns mit ihnen auszutauschen. Zum Schluss haben wir Unterschiede und Gemeinsamkeiten ausfindig machen können. Dann war die Reise bereits zu Ende und wir beschlossen, dies zu wiederholen und sie zu uns einzuladen. Positive Eindrücke waren dabei, doch auch negative Eindrücke waren nicht zu vermeiden. Die Reise hat sich auf jeden Fall gelohnt, nicht nur weil wir Freunde dazu gewonnen haben, sondern auch weil wir die gemeinsame Zeit mit unserer Klasse genossen haben.

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