Konzert zum Gedenken des Holocaust
Im Rahmen der Woche des Gedenkens fand am 26. Januar in unserer Aula ein Konzert unter dem Titel „Musik aus den Lagern“ statt. Ziel des Konzerts war es, auch mehr als 80 Jahre nach dem Holocaust der Opfer zu gedenken. Die beiden internationalen Künstler Melina Burlaud (deutsch-französische Pianistin und Historikerin) und Gorka Robles Alegria (baskischer Tenor) trugen auf eindrucksvolle Weise Musik vor, die in den Lagern Gurs (Südfrankreich) und im Vernichtungslager Auschwitz entstanden, gespielt oder gesungen wurden. Zwischen den Stücken erzählten sie die Geschichten hinter den Liedern und gaben Einblicke in die Lebensumstände der Menschen. Besonders eindrücklich wurde dabei die Bedeutung der Musik als Zufluchtsort und Quelle der Hoffnung – auch und gerade für Kinder in dieser Zeit.
Kunst war eine echte Lebensnotwendigkeit geworden.
Im Publikum saßen SchülerInnen von der 7. Klasse bis zur Oberstufe sowie Menschen aus der Nachbarschaft. Unsere beiden Schülermoderatoren Ben und Sami leiteten zusammen mit Herrn Semerak ein anschließendes Publikumsgespräch. Dies bot nicht nur die Gelegenheit, mit den beiden KünsterInnen ins Gespräch zu kommen. Es entstand außerdem ein generationenübergreifender Austausch über Gedanken und Gefühle zum Thema und es wurde über die Bedeutung des Erinnerns sowie über Demokratiebildung in Schule und Gesellschaft reflektiert.
Die KünstlerInnen betonten ihre Verantwortung, mit ihrer Kunst Erinnerung wachzuhalten und die Botschaft weiterzugeben, „Mensch zu bleiben“, Empathie zu leben und Demokratie aktiv zu schützen.
Als Schule setzen wir mit dieser Veranstaltung ein klares Zeichen für Demokratiebildung und gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung. Sie erinnert uns daran, dass Demokratie und Freiheit nicht selbstverständlich sind, sondern aktiv gelebt und verteidigt werden müssen.
Wir bedanken uns besonders bei Frau Stefanie Tilgner, die gemeinsam mit dem Bezirksamt Hamburg-Nord die die Veranstaltung für unsere Schule organisiert und finanziert hat.
Ben Salehi, Cultureteam 7b und Diana Meerwaldt
Fotos: Diana Meerwaldt