Umweltschule in Europa - Internationale Agenda 21-Schule

Bereits seit 2008 ist die SAH (GAH) erfolgreich Umweltschule in Europa - Internationale Agenda 21-Schule. Die Auszeichnung wird jährlich ausgelobt von der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung. Teilnehmen kann jede Schule, die sich für die Umwelterziehung einsetzt und umweltgerechtes Verhalten praktiziert.

Sie muss mindestens zwei Projekte umsetzen und dokumentieren und zu den Sommerferien beim Landesinstitut für Lehrerbildung einreichen. Dann werden die Ergebnisse aller teilnehmenden Schulen ausgewertet und sie (nach guter Umsetzung) mit dem Prädikat Umweltschule des Jahres ausgezeichnet.

Und auch 2014 sind wir erneut ausgezeichnet worden (Mehr Infos).

Jedes Jahr wird eine Auswahl von 3 Themen vorgegeben, zu denen die Schule ein oder mehrere Projekte anbieten kann. Für 2011 etwa waren es Biologische Vielfalt, Nachhaltiges Wirtschaften und Mensch und Klima. Wir haben das letzte Thema davon ausgewählt und untersuchen im laufenden Jahr die Effekte der Regenwasserzisterne in Bezug auf Wasserersparnis und die Entwicklung einer Sukzessionsfläche, die sich auf dem Aushub der Zisterne entwickeln wird. Wir sind gespannt, welche Pflanzen sich als erstes dort ansiedeln und welche erst später dazu kommen. So wird sich ein natürliches Gleichgewicht einstellen.

Zusätzlich kann ein Projekt unter einem frei wählbaren Thema angeboten werden. Dafür nehmen wir uns dieses Jahr der Bäume auf dem Schulgelände an. Wir haben sie bereits kartiert und sind jetzt dabei, eine kleine Broschüre über die Arten und Besonderheiten der Bäume herzustellen. Außerdem sollen einige wichtige Exemplare mit Schildern versehen werden, damit jede(r) sehen kann, um welchen Baum es sich handelt. Damit möchten wir das Verständnis für die Pflanzen auf dem Schulgelände erhöhen und auf die Biodiversität hinweisen.

Unsere bisher bearbeiteten Themen und Projekte:

  • 2008/09: 1. Handlungsfeld: Apfelsortenkartierung in der Fritz-Schumacher-Siedlung; 2. Handlungsfeld: Aufwertung des Schulhofes
  • 2009/10: 1. Handlungsfeld: Veredeln; 2. Handlungsfeld: Gartenbau als Wahlpflichtkurs
  • 2010/11: 1. Handlungsfeld: Baumkartierung auf dem Schulgelände; 2. Handlungsfeld: Regenwasserzisterne und Sukzessionsfläche
  • 2011/12: 1. Handlungsfeld: Überarbeitung des Teiches; 2. Handlungsfeld: Recycling von Papier, Reduzierung des Papierverbrauchs
  • 2012/13: 1. Handlungsfeld: Bienen; 2. Handlungsfeld: Apfeltag
  • 2013/14: 1. Handlungsfeld: Mülltrennung; 2. Handlungsfeld: Veggie-Day
  • 2014/15: 1. Handlungsfeld: Korkkampagne; 2. Handlungsfeld: Natur erleben – Guerilla Gardening Am Heidberg
  • 2015/17: 1. Handlungsfeld: Öko-Zertifizierung unserer Schülerfirma; 2. Handlungsfeld: Klima-Iglu

Umweltschule 2014/15

Unsere Bemühungen, mit Spaß und pädagogisch sinnvoll auf die Umweltbildung unserer Schülerinnen und Schüler einzuwirken, wurden auch in diesem Jahr vom Landesinstitut für Lehrerbildung mit einer Urkunde und einigen Gutscheinen für Ausflüge honoriert. Auf der Auszeichnungsveranstaltung am 01. Oktober 2015 in der Felix-Dahn-Straße konnten wir uns außerdem über die vielfältigen Projekte anderer Schulen informieren und uns mit ihnen austauschen.

Im vergangenen Schuljahr hat sich unsere Schule damit beschäftigt, die Sammelstelle für die Korkkampagne wieder aufleben zu lassen. Im Unterricht erfuhren die Schülerinnen und Schüler vieles über die Bedeutung und die Herkunft von Kork. Der Gartenbau-Kurs bastelte lustige Figuren aus gebrauchten Flaschenkorken und verteilte diese in den anderen Klassen, um zum Sammeln von Korken anzuregen. Schließlich konnten zwei prall gefüllte Säcke gebrauchter Korken an die Recyclingstation der Stadt Hamburg übergeben werden.

Unsere zweite große, jahrgangsübergreifende Aktion, mit der wir uns zur Umweltschule beworben hatten, war der Guerilla-Gardening-Day 2015 (siehe unten).

Guerilla Gardening: Immer im Frühling

Unser Schulgelände wird jährlich durch vielfältiges Engagement bunter und lebendige! Sehen Sie selbst: Hier gelangen Sie zu den Bildern.

Bericht über den Guerilla-Gardening-Tag 2015

Unser Guerilla-Gardening Tag am 14. April 2015 war ein voller Erfolg! Auf dem Schulgelände sieht es besonders nach einem langen Winter manchmal trist und grau aus. Auf Hofflächen, Mauern, an Zäunen steht viel Gestaltungsfläche zur Verfügung, die begrünt, berankt und bemalt werden kann. Deshalb war der 14. April 2015 zum Garten-Piraten-Tag erkoren worden. Am Aktionstag herrschte ein buntes Treiben auf dem Schulgelände, überall wurde an den verschiedensten kreativen Projekten gearbeitet, um den Außenraum schöner und ökologisch wertvoller zu gestalten. Es wurden Frühblüher und Schattenstauden eingebuddelt, ausgediente Turnschuhe und Gummistiefel bepflanzt, Paletten zu begrünten Sitzsofas oder zu mobilen Blumenbeeten umgebaut, Samenbomben geworfen, LandArt auf dem Gelände verwirklicht, grüne Brote und Smoothies als nahrhafte Unterstützung verteilt,...

Das Thema „Regenwasser, Versiegelung und Versickerung“ wurde von unserem Kooperationspartner Hamburg Wasser intensiv dargestellt und darüber nachgedacht, in wie weit Möglichkeiten geschaffen werden können, um das Regenwasser an Ort und Stelle versickern zu lassen. Insbesondere die neu entstandenen, mobilen Pflanzkästen auf den Pflasterflächen des Schulhofes können dies unterstützen. Darüber hinaus wurde Upcycling betrieben und das Thema Müll von einer anderen Seite beleuchtet.

Die lokale Presse und der Fernsehsender hamburg 1 waren eingeladen und dokumentierten die Aktionen (das Video finden Sie hier), um sie im Stadtteil/in Hamburg publik zu machen. So konnten sich einige SuS am nächsten Tag im Fernsehen oder in der Zeitung wiederfinden.

Vertreter der Lenkungsgruppen Kulturschule, Klimaschule und der Schulleitung übernahmen anschließend die schwierige Aufgabe der Bewertung der Projekte. Aspekte wie der ökologische Nutzen, die Aussicht auf Dauer, der Nutzen für die Schulgemeinschaft wurden ebenso in die Wertung mit einbezogen wie Kreativität und Schönheit. Die 6a gewinnt den Ausflug in den Wildpark und die Klasse 7c den Ausflug ins Planetarium. Sonderpreise gehen an die Klasse 9e, 9d und 10c und Trostpreise bekommen die Klassen 5b, 5a und 5d. Wir gratulieren und sagen „Danke“ an alle, die mit vielen kreativen Ideen dazu beigetragen haben, dass der diesjährige Guerilla Gardening Day ein richtiger Erfolg wurde! Unser Schulgelände ist durch euer Engagement bunter und lebendiger geworden!

Umweltschule 2012/2013

Unser großes Projekt „Apfeltag“, das inzwischen schon zu einer festen Tradition an den Schulen Am Heidberg geworden ist, war unser Thema im Handlungsfeld „Ernährung und Klima“, mit dem wir uns 2012/13 für die Auszeichnung „Umweltschule“ beworben hatten. Am Apfeltag, an dem alle Klassen an vielfältigen Aspekten des Themas „Apfel“ arbeiten und Produkte daraus herstellen, die von allen probiert werden können (Apfelsaft, Apfelmus, Apfelpfannkuchen, Liebesäpfel,...), wird jedes Jahr das Gemeinschaftsgefühl an der Schule gestärkt. Es wird füreinander und miteinander gearbeitet! Und nebenbei erfahren die Schüler sehr viel über Umweltaspekte wie Klimawandel, die Bedeutung unseres regionalen Obstes, Biodiversität oder kurze Vermarktungswege.

Das zweite Thema unserer Bewerbung zur Umweltschule waren unsere Schulbienen. Durch die Arbeit an den Bienenstöcken während des vergangenen Schuljahres konnte von den Schülern ein tiefes Verständnis für die Lebensweise und Bedeutung der Bienen entwickelt werden. Dadurch wurde der verantwortungsbewusste Umgang mit Insekten allgemein und allen Elementen des Schulgartens gefördert und Achtung vor ihnen entwickelt. Naturzusammenhänge konnten wie selbstverständlich benannt und erfahren werden. Daraus ergibt sich auch ein achtsamerer Umgang mit Wasser, Müll,...

Und unser Engagement für die Umwelt hat sich gelohnt - Ende September 2013 wurden wir eingeladen, die Auszeichnungs-Urkunde zur Umweltschule in der Kühne Logistics University in der Hafencity entgegen zu nehmen. Bilge Tan, Mehmet Simsek und Ardian Groshi vertraten die Schüler der Stadtteilschule Am Heidberg und wurden von Kira Jensen und Nils Plathe begleitet. Immer wieder ist es ein besonderes Erlebnis, eine solche Auszeichnung überreicht zu bekommen! Kira Jensen

Honigherstellung: Unser Heidberg-Gold ist da!

Nachdem wir nun knapp ein Jahr lang unsere beiden Bienenvölker im Schulgarten gehegt und gepflegt hatten, erwarteten wir im Juni 2013 voller Spannung das Honigschleudern. Das Frühjahr hatte spät eingesetzt und war zudem ziemlich verregnet gewesen. Hatten unsere Bienen unter diesen Umständen überhaupt genug Nektar finden können? Am ersten Tag der Sommerferien trafen sich einige Schüler, Lehrer und Freunde voller Tatendrang zur Honigernte. Und tatsächlich: unsere Bienen waren überaus fleißig gewesen und hatten reichlich Honig eingetragen!
Zunächst mussten die vollen Honigwaben aus den Bienenstöcken entnommen und dabei die Bienen vorsichtig abgefegt werden. Wir trugen die schweren, vollen Waben ins Haus, um hier von Hand mit einer sogenannten Entdeckelungsgabel die feinen Wachsdeckel zu entfernen und mit einer kleinen Schleuder den Honig herauszuschleudern. Einen halben Tag lang waren wir beschäftigt und konnten nachmittags auf eine reiche Ernte blicken: 28 kg herrlichsten Frühjahrshonig hatten wir gewonnen. Dieser musste nun in den folgenden Wochen täglich kräftig gerührt werden, damit er nicht auskristallisierte und fest wurde. So kommt der Honig ins Glas.

Die Honigwaben werden aus dem Honigraum herausgenommen und die darauf sitzenden Bienen vorsichtig abgefegt.

Dieses Rähmchen enthält Brut und wird deshalb nicht zum Schleudern entnommen – aber anschauen darf man mal!

Lagebesprechung.

Vorsichtig werden die dünnen Wachsdeckel von den Waben entfernt.

Naschen erlaubt!

Einmal die Rähmchen beim Schleudervorgang wenden, damit beide Seiten entleert werden.

Einzelne Wachsdeckel werden noch herausgefiltert.

Flüssiges Gold strömt aus der Schleuder.

Die zweite Schleuderung machen die 7. Klässler des WP-Kurses Gartenbau.

Jetzt wird abgefüllt, gewogen und etikettiert.

So kommt der leckere Honig in das Glas.

Jedes Glas bekommt einen Aufkleber als „Sicherheitsverschluß“.

Geschafft! Nach vielen Arbeitsschritten kommt der Honig nun auf den Tisch. Lecker!

Die heißen Sommerwochen bescherten den Bienen reichlich Blüten an Linden, Robinien, Sonnenblumen, Lavendel und vielen anderen Blumen. Hinzu kam, dass sie dieses Jahr viel Blatthonig sammeln konnten. So vergingen die Sommerferien für uns voller Muße, für die Bienen voller Arbeit. Kaum begann die Schule wieder, waren die Honigräume erneut gefüllt und wir konnten ein zweites Mal schleudern. Der neue WP-Kurs Gartenbau des Jahrganges 7 durfte dieses Mal helfen – und wieder hatten wir am Ende unseres Vormittags einen vollen Eimer köstlichen Sommerhonig vor uns stehen. Dieser war aromatischer, dunkler und flüssiger als der Honig aus der ersten Schleuderung.
In den kommenden Wochen hatten alle drei WP-Kurse Gartenbau reichlich damit zu tun, den Honig aufzurühren, in Gläser zu füllen, zu wiegen, zu etikettieren,... Und dann war er endlich zu kaufen! Immer mittwochs in der Mittagspause wurde er für 4 € pro Glas in der Cafeteria zum Verkauf angeboten. Viele haben sich ein Glas auf den Frühstückstisch geholt und genießen dort unser Heidberg-Gold! So kam es, dass die gesamte Honigernte innerhalb weniger Wochen verkauft war. Wir danken den Bienen und den vielen fleißigen Schülern dafür! Kira Jensen

Apfeltag: Immer im Herbst

Bericht über den letzten Apfeltag

Nachdem schon im September Anschreiben an Apfelbaumbesitzer verteilt worden waren und auch im Börner davon berichtet wurde, war es nach den Herbstferien endlich soweit. Schüler der Jahrgänge 7, 9 und 10 machten sich auf den Weg in die Siedlung, um dort leckere Äpfel zu pflücken. Am Apfeltag pressten Schüler des Wahlpflichkurses Ökologie (Jahrgang 7) und des Kurses Gartenbau (Jahrgang 9) selber Apfelsaft, der in den Pausen an die Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer der Grundschule und Stadtteilschule ausgeschenkt wurde. Die Menge belief sich auf weit mehr als 600 Becher! Dazu gab es auch eine kleine Verköstigung, bei der sowohl alte Sorten wie „Ruhm von Kirchwerder“, „Alkmene“ als auch gängige Sorten wie „Elstar“, „Gala“ und unbekannteren Sorten wie „Wellant“ oder „Delbarestival“ gegenübergestellt wurden. In vielen Klassen der Stadtteilschule wurde an diesem Tag zum Thema „Apfel“ gearbeitet und die Ideen waren dabei sehr vielfältig.

Neben Rezepten rund um den Apfel (Apfelkuchen, Schokoäpfeln, Apfelmus etc.) wurde das Thema auch literarisch oder im Fach Kunst aufgegriffen.

Bilder, Gedichte und vieles mehr entstanden insbesondere in den fünften und sechsten Klassen. Zwischendurch besuchten diese Klassen auch die Apfelsaftpresse und ließen sich dort von den Schülern erklären, wie Apfelsaft gepresst wird.  Auch eine Profilklasse des Jahrgangs 10 arbeitete passend zum Apfel in der Werkstatt. Sie bauten Apfelhäuschen, die später im Schulgarten hängen sollen, damit auch die Vögel von den Äpfel probieren können. Der Apfeltag ist immer ein voller Erfolg (Zeitungsbericht). Vielen Dank an die Familien, die den Tag mit ihren Apfelspenden immer wieder ermöglichen! (Der Ökologiekurs 7)

Umweltschule 2010/11

Jedes Jahr wird bei der Bewerbung zur Umweltschule eine Auswahl von 3 Themen vorgegeben, zu denen die Schule ein oder mehrere Projekte anbieten kann. Für 2011 etwa waren es Biologische Vielfalt, Nachhaltiges Wirtschaften und Mensch und Klima. Wir haben das letzte Thema davon ausgewählt und untersuchen im laufenden Jahr die Effekte der Regenwasserzisterne in Bezug auf Wasserersparnis und die Entwicklung einer Sukzessionsfläche, die sich auf dem Aushub der Zisterne entwickeln wird. Wir sind gespannt, welche Pflanzen sich als erstes dort ansiedeln und welche erst später dazu kommen. So wird sich ein natürliches Gleichgewicht einstellen.

Zusätzlich kann ein Projekt unter einem frei wählbaren Thema angeboten werden. Dafür nehmen wir uns dieses Jahr der Bäume auf dem Schulgelände an. Wir haben sie bereits kartiert und sind jetzt dabei, eine kleine Broschüre über die Arten und Besonderheiten der Bäume herzustellen. Außerdem sollen einige wichtige Exemplare mit Schildern versehen werden, damit jede(r) sehen kann, um welchen Baum es sich handelt. Damit möchten wir das Verständnis für die Pflanzen auf dem Schulgelände erhöhen und auf die Biodiversität hinweisen.