Schülerfirma scoolo (2015/16) stellt sich vor

Wir, 25 Schülerinnen und Schüler der Klasse 9d, sind seit Sommer 2015 die neue Profilklasse Schülerfirma mit dem Namen scoolo.

In unserer Firma arbeiten wir in sechs verschiedenen Abteilungen: Geschäftsführung, Marketing/ Werbung, Verkauf, Einkauf, Finanzen und der Produktion zusammen. Unsere Preisliste.

Bereits in den ersten vier Tagen des neuen Schuljahres haben wir unser erstes Projekt gestartet, in dem wir drei verschiedene Smoothies hergestellt, professionell fotografiert, Marktforschung betrieben und schließlich bei der Einschulungsfeier der 5. Klassen und als Pausenangebot auf den Markt gebracht haben. Das positive Feedback der Kunden hat uns sehr motiviert. Außerdem haben wir durch den Verkauf ein bisschen Startkapital für unsere weiteren Projekte verdient.

Momentan beschäftigen wir uns mit der Herstellung eines Buch- und Tablet-Halters aus Holz in verschiedenen Designs. Er ist ein Alltagshelfer, der vielseitig zum Beispiel in der Küche, im Wohn-, Arbeits- oder Kinderzimmer nutzbar ist. Er hält lose Blätter, Bücher oder das Tablet zuverlässig fest und sorgt so dafür, dass man seine Hände frei hat. Wir achten auf umweltfreundliche Produktion und das nicht nur, weil wir eine Umweltschule sind, sondern auch, weil unsere Firma sich für den Klima- und Umweltschutz engagieren möchte.

Verkaufen ist aber nicht das einzige, was für uns wichtig ist, obwohl es besonders viel Spaß bringt, sondern auch Marktforschung zur Produktverbesserung, und Fortbildungen wie z.B. „Ich bin der Boss - Unternehmensgeist entwickeln“ oder der Workshop zum Layout-Design von Plakaten am PC. Nach und nach lernen wir so wirtschaftliches Denken und Handeln und die Kommunikation untereinander sowie den Umgang mit Kunden und Sponsoren. In der Firma lautet unser Motto: „Allein bin ich gut – gemeinsam sind wir besser.“

Besonders an der Art, wie wir lernen, ist auch, dass wir immer mehr eigene Ideen mit einbringen können und lernen selbstständig zu arbeiten.

Noch kommt meist von den Lehrern, was zu tun ist, und wir benötigen oft Hilfe bei der Planung und der Umsetzung unserer Projekte, aber wer weiß, vielleicht brauchen wir sie bald nicht mehr...

Michelle Plambeck
- Mitglied der Geschäftsführung von scoolo -

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„Business for a week – Ich bin der Boss“

In der Projektwoche, vom 12. bis 15.10.2015 haben wir in der Kreativwerkstatt in Stellingen am Workshop „Business for a Week, ich bin der Boss“ teilgenommen. Unter dem Motto „Spiele die Hauptrolle in Deiner Zukunft!“ konnten wir  lernen, wie es ist, ein Unternehmer zu sein und  selbständig zu werden. Außerdem sollten wir Ideen finden, die man verkaufen könnte, mehr wurde uns erstmal nicht verraten. Luisa und Claudia von Futurepreneur e.V. haben uns die ganze Woche durch das Projekt geführt. – Die Lehrer durften, bis auf die Präsentationen, nicht dabei sein. Am Anfang ging es darum, sich gegenseitig besser kennenzulernen und verschiedene Methoden auszuprobieren z.B. Brainstorming unter Zeitdruck zu ganz bestimmten Themen. Dann kamen zwei Unternehmer aus völlig verschiedenen Bereichen zu uns. Sie waren nicht angezogen wie man es eigentlich dachte, mit Hemd und Krawatte, sondern trugen ganz normale Alltagsklamotten. Der eine stellte Videos im Bereich Grafik und Design her, der andere lieferte frisches Obst an Firmen. Sie erzählten uns von ihren Erfahrungen und gaben uns Tipps, wie wir unsere Ziele erreichen können, wenn wir daran glauben und was dafür tun. Es war sehr toll, echte Unternehmer kennenzulernen und von ihnen etwas über ihre Berufe und ihr Leben als Selbstständige zu erfahren.

Am Mittwoch mussten wir uns alle in einen Kreis stellen. Luisa ging mit einem 5 Euro Schein herum und hielt ihn vor unsere Nase. Jeder hätte die Chance ergreifen und den Schein nehmen können, aber keiner traute sich, außer einer, der durfte den Schein dann auch behalten. Durch den Workshop lernten wir auch, was der Unterschied zwischen einer Vision und einem Traum ist: Eine Vision ist ein Ziel und man muss etwas dafür tun, damit man es erreicht, zum Beispiel, es Leuten mitteilen. Ein Traum ist, wenn man etwas vor Augen hat, aber nichts dafür tut, es nur als Traum behält.

Jeder von uns schrieb seine eigene Vision auf einen Notizzettel und legte ihn in eine Flaschenpost, die Luisa und Claudia anschließend ins Meer geworfen haben. Wir lernten, dass wir die Chance ergreifen können, wenn wir sie haben. Am vorletzten Tag sollten wir unsere eigenen Produktideen entwickeln, sie dann umsetzen und am letzten Tag zu verkaufen. Wir sollten uns an diesen Tag nach dem Workshop nichts vornehmen, um Zuhause Zeit für die weitere Vorbereitung zu haben. Wir bildeten Gruppen und jede durfte sich selbst entscheiden, was sie verkaufen wollte. Eine Gruppe wollte Badebomben, Lippbalsam und andere Kosmetikartikel herstellen. Eine Gruppe wollte Kakao und Tee verkaufen und eine andere Gruppe wollte unter dem Motto „Herbstzeit ist Lesezeit“ gebrauchte Bücher verkaufen. Jede Gruppe hat eine Idee gefunden, die sie vor der Klasse präsentieren konnten.
Am Freitag war es endlich so weit, die Gruppen hatten am vorherigen Tag alles vorbereitet und geplant, jemand hatte sogar nachts gearbeitet. Wir fuhren mit Claudia gemeinsam zum Altona Bahnhof. Luisa transportierte die etwas größeren Sachen mit dem Auto. In Altona hatten wir zweieinhalb Stunden, Zeit unsere Produkte in der Fußgängerzone zu verkaufen. Luisa und Claudia  sagten, dass noch nie eine Gruppe schlechteres Wetter gehabt hatte als wir, trotzdem haben alle druchgehalten. Als die Zeit um war, trafen wir uns und fuhren gemeinsam wieder zurück. Manche waren sehr begeistert und zufrieden mit ihrem Erfolg und manche waren auch enttäuscht, weil sie nicht so viel Gewinn gemacht hatten. Jede Gruppe berichtete von ihren Erlebnissen. Eine Gruppe hatte bei ihrem Verkauf 27 Euro Gewinn gemacht, das war die beste Gruppe, die dafür noch 10 Euro als Belohnung dazu bekam.  Alle Schüler bekamen  eine Urkunde.

Jeder von uns hat gelernt, selbständiger und offener zu sein, und unsere Klassengemeinschaft wurde gestärkt.
Die Projektwoche hat sehr viel Spaß gemacht, wir haben viel Neues dazugelernt und sind dankbar und glücklich, dass wir die Chance hatten an diesem Workshop teilzunehmen. Das, was wir gelernt haben, können wir auch in unserer Schülerfirma anwenden, und es wird uns auch für unser späteres Leben ein Stück weiterbringen.

Anna-Theresa Gherezghihier, Schülerfirma scoolo

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