Fördern und Fordern: Differenzierung

Differenzierung, also Aufgliederung des Anforderungsniveaus auf starke und schwache Schüler, ist an der Gesamtschule schon ein durchgängiges Unterrichtsprinzip gewesen, so wie es bereits in der Grundschule praktiziert wird. Auch als Stadtteilschule folgen wir diesem Konzept. Sie dient der individuellen Förderung der einzelnen Schülerinnen und Schüler, da jeder unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Leistungsfähigkeiten, Interessen und Neigungen mitbringt. Wenn dies im Klassenverband passiert, spricht man hierbei von Binnendifferenzierung.

Daneben gibt es die so genannte äußere Fachleistungsdifferenzierung. So werden z. Zt. in den Fächern Mathematik und Englisch ab Jahrgang 9 Kurse auf zwei Anspruchsebenen gebildet: auf der Ebene der erweiterten Anforderungen (Kurs I) und auf der Ebene überwiegend grundlegender Anforderungen (Kurs II).

Äußere Leistungsdifferenzierung ist zwar für die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch, Chemie und Physik vorgeschrieben, doch legt die Behörde nicht fest, in welchem Jahrgang sie einsetzen soll. Neuerdings kann die Schule sogar vom Kurssystem abweichen und Schüler auf den beiden Anforderungsebenen im Klassenverband unterrichten, (siehe Ausbildungs- und Prüfungsordnung §§ 5,6).

Übersicht über die Angebote für starke und schwache Schüler/innen

Hier erfahren Sie, was wir tun, um unseren Schülerinnen und Schülern auf unterschiedlichsten Anforderungsniveaus gerecht zu werden.

Fördern statt Wiederholen
Vokabelübungen kreativ

Nach § 45 des Hamburger Schulgesetzes erhalten SuS mit sehr schwachen  Leistungen in den Kernfächern (Note 5 und schlechter)eine zusätzliche Förderung. Dies gilt bei zu erwartendem mittleren Bildungsabschluss ab Klasse 7  auch bei G3 oder schlechter, bei zu erwartendem Übergang auf die gymnasiale Oberstufe bei G2 oder schlechter.

Diese Förderung findet an unserer Schule in Kleingruppen statt, die zum größten Teil von Fachlehrern  geleitet werden. Somit ist ein guter Transfer vom Unterricht in die Förderung gewährleistet.

Nach  spätestens  einem Halbjahr wird geprüft, ob diese Unterstützung   erfolgreich war  (und somit beendet wird) oder weitergeführt/modifiziert wird.

Förderung und Forderung leistungsstarker Schüler/innen

Hier erhalten Sie eine Übersicht über Angebote und Maßnahmen zur Förderung und Forderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler.

  • Anteil der Gymnasiallehrer (Lehrerinnen und Lehrer mit Lehrbefähigung für die gymnasiale Oberstufe) an unserer Schule: 45%
  • Gymnasiallehrer in den Klassenleitungen und im Fachunterricht der Sekundarstufe I
  • Mitarbeit von Gymnasiallehrern an der Unterrichtsentwicklung zur Gewährleistung des optimalen Übergangs an die Oberstufe: Abstimmung der Unterrichtsinhalte auf die Anforderungen und Fachinhalte der Oberstufe
  • Übergangsquote an die Oberstufe in den vergangen Schuljahren jeweils mindestens ein Drittel, im Schuljahr 2012/13: 43%
  • Fordergruppen Mathematik in den Jahrgängen 5 und 6
  • Äußere Fachleistungsdifferenzierung (Kurse auf grundlegendem und erweitertem Niveau) in den Fächern Mathematik und Englisch in den Jahrgängen 9 und 10 zur Förderung der Übergänge an die Oberstufe
  • Ab- und anschlussbezogene Förderbeschlüsse nach §45: verbindliche Förderkurse mit Beschluss der Zeugniskonferenzen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch auf grundlegendem und erweitertem Niveau
  • Förderung der Teilnahme an Wettbewerben: Känguru, Mathematik-Olympiade (Mathematik), natex (Naturwissenschaften), Lesewettbewerb (Deutsch)
  • Geplant ab Schuljahr 2014/15: Einrichtung einer Stelle zur Gestaltung und Koordination von Angeboten zur Förderung und Forderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler

 

Sprachförderung
Rechtschreibregeln durch Spielen

Wir setzen die Vorgaben der Behörde zur Sprachförderung im Rahmen der zugewiesenen Ressourcen um: Schüler/innen mit schwachem Abschneiden in dem Rechtschreibtest „Hamburger Schreibprobe“ und dem Stolperwörterlesetest erhalten additive Förderung (verpflichtend und zusätzlich zum Unterricht, teilweise parallel zu den Lernzeiten).

In diesen Kleingruppen wird nach einem Förderkonzept mit passenden Übungen, anregendem Arbeitsmaterial und verschiedenen Spielen die Lese-und Rechtschreibfähigkeit trainiert.